#aufgelesen: Podcast von Greta Thunberg

Auf einer Bahnfahrt habe ich eben den recht langen Podcast [1:20 h] von Greta Thunberg gehört. Und ich bin wirklich beeindruckt. Und zwar von der Klarheit und der guten Strukturierung der vorgetragenen Zusammenfassung zur Situation des Weltklimas und der dazugehörigen politischen und gesellschaftlichen Situation.

Thunberg nimmt die Hörer/-innen in mehreren Episoen mit auf ihre Reise rund um den Globus, zu Treffen mit Politiker/-innen, zu ihrer Rede vor der UN-Generalversammlung und zu Treffen mit Nancy Pelosi und Angela Merkel. Interessante Einblicke und immer wieder stellt Thunberg fest: Niemand weiß wie wir uns verhalten sollen. Wir müssen die Krise wie eine echte Krise behandeln und radikal reagieren – an dieser Stelle zieht sie auch einen Vergleich zur Corona-Krise. Bedenklich aus meiner Sicht: Die Instrumente für ein Umsteuern liegen bereit (CO2-Handel/cap & trade, Ausstieg aus der fossilen Energie etc.) aber Thunberg wird von Journalisten immer wieder gefragt „Aber was sollen wir denn konkret tun?“. Hier scheinen wir nicht richtig voranzukommen. Thunberg zitiert auch an einigen Stellen die IPCC-Berichte, bleibt dabei sachlich und überdramatisiert nichts. Ich würde aus meiner Sicht sagen, sie fasst die wissenschaftliche Lage so klar zusammen wie kaum jemand sonst.

Ihr persönliches Fazit: Die Menschen wissen noch so gut wie nichts über die Zusammenhänge des Weltklimas und über den Einfluss, den die globalen Veränderungen auch auf ihre Leben haben werden.

Link zum Podcast [engl.]

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